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Schokoladensklaven

Jeder Deutsche isst im Jahr durschschnittlich 11 kg Schokolade. Ich kenne kaum jemanden, der keine Schokolade mag. Ich selbst esse wahrscheinlich keine 11 kg Schokolade, weil ich Süßes nicht so gerne mag wie ein Käsebrot, aber einer richtig guten Schokolade kann auch ich nicht widerstehen. Was ist nun eine gute Schokolade? Klar, eine Schokolade, die schmeckt. Ich persönlich mag Schokoladen ohne zugesetzte Aromastoffe und ohne Lecithine als Emulgator.

Was mir auch nicht schmeckt ist Sklavenarbeit, noch dazu Arbeit von Kindersklaven. ARD hat 2010 in der Themenwoche rund ums Essen auch über „Schmutzige Schokolade“ berichtet. Der Beitrag enthält eine Videoreportage, die zeigt, wie Kinder entführt werden und auf Kakaoplantagen in der Elfenbeinküste als Sklaven schuften müssen. Ich kaufe jetzt nur noch fair gehandelte Schokolode. Zum Beispiel von der GEPA. Die schmeckt, es gibt keine Sklavenarbeit und die Kakaobauern werden fair entlohnt. Kaufen kann man die GEPA-Schokolade in den verschiedensten Sorten nicht nur im Bioladen, sondern auch in einigen Supermärkten wie Rewe, Edeka oder Kaisers.

Wie wär’s, in der Weihnachtszeit lieber weniger Schokolade zu essen und zu verschenken und dafür Schokolade mit dem Fair-Trade-Siegel zu nehmen?

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Shoppingmuffel

Schon immer hatte ich nicht besonders viel Spaß daran, durch Klamottenläden zu ziehen und meine freie Zeit mit ausdauernden Shoppingtouren zu verbringen. Nicht, dass mir schöne Klamotten nicht gefallen, aber ich finde Shopping einfach anstrengend.

Wenn ich daran denke, unter welchen Bedingungen die meisten Klamotten hergestellt werden, dann vergeht mir die Lust am Einkaufen erst recht.

Im ZDF ist eine interessante Reportage über die Herstellungsbedingungen der in Europa verkauften Kleidung in Asien ausgestrahlt worden (ZDF: Nähen bis zum Umfallen). Es ist erschreckend, was passiert, damit wir schön billig einkaufen gehen können. Auch wenn dieser Beitrag Fabriken zeigt, in denen es einigermaßen geordnet zugeht, wird doch deutlich, dass im Hintergrund vieles im Argen liegt. Es ist gut, wenn Unternehmen wie C&A und Otto die Einhaltung von Standards bei ihren Zulieferern überprüfen, aber für mich bleiben viele Fragen offen: Wo kommen die Rohstoffe her und wie wurden sie gewonnen? Welche Chemikalien, die der Umwelt und den Arbeitern schaden können, kommen bei der Baumwollproduktion und bei der Färbung der Stoffe zum Einsatz? Wie wird überprüft, wohin Arbeiten aus den vorbildlich wirkenden Fabriken ausgelagert werden? Wie setzen sich die Preise zusammen und was kommt bei den Arbeitern davon an? Diese Fragen werden nicht gestellt, dabei sind die Nähfabriken doch nur die Spitze des Eisbergs, wenn es um die Bekleidungsindustrie geht… Dieser Beitrag auf Youtube, ebenfalls vom ZDF, zeichnet dann auch ein etwas anderes Bild:

Es geht auch anders und das nicht nur mit Ringelwollpullies in Kartoffelsackform. Inzwischen haben sich viele Läden für fair gehandelte Mode etabliert. Mein erstes „faires“ Teil habe ich vor ein paar Jahren ich bei Zündstoff Clothing gekauft. Die Jungs aus Freiburg haben eine tolle Auswahl und sogar eine eigene T-Shirt-Kollektion. Reinschauen lohnt sich: Zündstoff Clothing.